Montag, 29. Dezember 2014

Jahreswechsel und Wehmut

Ein Hauch von Wehmut erfüllt mich vor dem Jahreswechsel, macht mich nachdenklich, was wir geschafft haben in diesem so langen Jahr. Wir haben uns ein Häuschen gebaut und sind aufs Land gezogen.
Wen wir getroffen haben und uns ein Stück begleitet haben, wer mit uns war und ist, wer uns verlassen hat. Opa in meinen Gedanken und meinem Herzen bist Du immer bei mir. 

Ein Hauch von Ungewissheit vor dem Neuen 2015. 
Was wird es uns bringen? Ankommen, Atmen, Fröhlichkeit...



Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man's versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."


(Erich Kästner)


Ich wünsche Euch und Euren Lieben einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2015!!!

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